Die Abteilung für Kinderschmerztherapie und Psychosomatik ist eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden chronischen Schmerzen oder somatoformen Symptomen. Das sind körperliche Beschwerden, die sich nicht auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen. Außerdem behandeln wir kindliche Ausscheidungsprobleme und sind Ansprechpartner bei psychologischen Problemen in der Therapie chronischer Erkrankungen (sog. Compliance-Probleme).

Jährlich stellen sich bei uns rund 1.400 Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen vor. Von ihnen werden mehr als 220 Patienten stationär behandelt. Zusätzlich behandeln wir pro Jahr etwa 50 Kinder mit weiteren psychosomatischen Krankheitsbildern stationär.

Kindlicher chronischer Schmerz und andere somatoforme Symptome sind komplexe Erkrankungen. Ihre Behandlung muss dementsprechend viele Lebensbereiche mit einbeziehen. Betreut werden die Patienten daher von einem multiprofessionellen Team, bestehend aus KinderärztInnen, PsychologInnen, Kinderkrankenschwestern und -pflegern, ErzieherInnen und vielen anderen.

Zur Qualitätssicherung wird die Patientenversorgung durch Projekte der Forschungsabteilung begleitet. Das Spektrum der Abteilung wird zudem ergänzt durch ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsangebot.

Gegründet wurde die Abteilung im Jahr 2002 von Chefarzt Prof. Dr. med. Boris Zernikow und seinem Team. Ermöglicht wurde der Auf- und Ausbau durch die langjährige, umfangreiche finanzielle Start-Förderung der Vodafone Stiftung Deutschland.

Im Frühjahr 2012 wurde an der Vestsichen Kinder- und Jugendklinik Datteln das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet. Die Abteilung Psychosomatik und Kinderschmerztherapie ist Teil dieses Zentrums unter der Leitung von Prof. Dr. Boris Zernikow.